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Wärmeplanung

Das Amt Barnim-Oderbruch startet die kommunale Wärmeplanung

Die Wärmewende ist ein wichtiger Baustein zur Erreichung des Bundesziels bis 2045 treibhausgasneutral zu werden. Da 50 % des gesamten Endenergiebedarfs im Wärmebereich anfällt, kommt der Umgestaltung der Wärmeversorgung von fossilen zu erneuerbaren Energien eine zentrale Bedeutung bei. Hierbei nimmt die Wärmeplanung als strategisches Werkzeug eine Schlüsselrolle ein. Der derzeit in Erarbeitung befindliche Wärmeplan soll Wege aufzeigen, wie es dem Amt Barnim-Oderbruch gelingen kann, eine zukunftsfähige, klimafreundliche Wärmeversorgung bis zum Zieljahr 2045 zu etablieren. Mit dem Bundes-Wärmeplanungsgesetz in Verbindung mit der Brandenburgischen Wärmeplanungsverordnung haben die Gemeinden des Amtes Barnim-Oderbruch die Pflichtaufgabe, eine flächendeckende kommunale Wärmeplanung zu erstellen. Das Amt Barnim-Oderbruch wurde durch Beschlüsse der Gemeindevertretungen mit der Durchführung der kommunalen Wärmeplanung für die Gemeinden Reichenow-Möglin, Bliesdorf, Neutrebbin, Oderaue und Neulewin betraut. Die Übertragung dieser Aufgabe erfolgte auf Grundlage des § 6 WPG (Wärmeplanungsgesetz) und § 1 BbgWPV (Brandenburgische Wärmeplanungsverordnung).

Die kommunale Wärmeplanung zeigt unverbindlich auf, wie die zukünftige Wärmeversorgung im Amt Barnim-Oderbruch aussehen könnte. Dabei werden Gebiete identifiziert, in denen eine zentrale Wärmeversorgung (Wärmnetze oder grüne Gase) und eine dezentrale Wärmeversorgung (Einzelversorgung, z. B. Wärmepumpe) nach derzeitigem Kenntnisstand zukünftig am wahrscheinlichsten sind. Der Wärmeplan legt dabei nicht fest, wie die Wärmeversorgung im Einzelfall aussehen muss, sondern dient vor allem der Priorisierung von Maßnahmen sowie als Orientierungshilfe für Hauseigentümerinnen und -eigentümer, Energieversorgungsunternehmen, die Wohnungswirtschaft und weiteren Akteurinnen und Akteuren vor Ort.

Die wesentlichen Schritte der kommunalen Wärmeplanung sind:

  • Bestandsanalyse
  • Potentialanalyse
  • Zielszenario
  • Darstellung von Wärmeversorgungsarten für das Zieljahr 2045
  • Umsetzungsstrategie und Maßnahmen

Während des gesamten Erstellungsprozesses finden Gespräche und Abstimmungen mit planungsrelevanten Akteuren, wie z.B. den Strom- und Gasnetzbetreibern, statt. Auch gibt es Möglichkeiten für die Bürgerinnen und Bürger, sich zu informieren und zu beteiligen. Die Fertigstellung des Wärmeplans ist für Februar 2027 datiert.

Bei der Wärmeplanerstellung wird das Amt Barnim-Oderbruch durch das Unternehmen Green Wind Innovation GmbH & Co KG / Wintersteinstraße 22 / 10587 Berlin unterstützt. Green Wind ist ein in Berlin und Lübeck beheimatetes Unternehmen mit Spezialisierung auf kommunaler Wärmeplanung, Sektorenkopplung und erneuerbaren Energien. Das Unternehmen betreut verschiedene Wärmeplanungsprojekte in Brandenburg, Schleswig-Holstein und Sachsen-Anhalt und bringt seine Expertise in die Erstellung des Wärmeplans für die Gemeinden des Amtes Barnim-Oderbruch ein.