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INTERREG VI A Fördervorhaben: INT0300088 Cycling-Net Europabrücke

INTERREG VI A Fördervorhaben: INT0300088 Cycling-Net Europabrücke

In Oderaue erfolgt die Sanierung des Oderbruchbahn-Radweges 

Ziel des Projektes ist, die grenzüberschreitende touristische Radwegeinfrastruktur rund um die Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki zu ergänzen und zu erweitern. Dafür wird das Radwegenetz auf einer Länge von rund 10 km mithilfe moderner Standards barrierearm ausgebaut und Service- und Ladestationen installiert. 

Die Projektpartner bauen zudem ein EuroVelo-Networking auf und bringen dazu relevante Akteure vor Ort zusammen, z.B. lokale und regionale Verwaltungen, Tourismusverbände und -organisationen, Kultur- und Sportanbieter. Im gemeinsamen Austausch beraten sie, wie die EuroVelo Radrouten des Projekts aufgewertet und besser vermarktet werden können.

Eckdaten des Vorhabens:

Leadpartner:                     Landkreis Märkisch-Oderland

                                               Entwicklung EuroVelo-Networkings als Kontaktnetzwerk

                                               Bau von E-Bike Lade- und Servicestationen in umliegenden Gemeinden

Projektpartner:                Amt Barnim-Oderbruch

                                               Sanierung des Oderbruchbahn-Radweges im Gemeindegebiet Oderaue

                                               Gemeinde Cedynia

                                               Lückenschließungen im lokalen touristischen Radwegenetz

Projektkosten:                 2.638.146,76 €

EFRE Förderung:              2.110.517,39 € 

Umsetzungszeitraum:  01.07.2025 – 30.06.2028

Internetseite:                   

https://www.interreg6a.net/bewilligte-projekte/int0300088-cycling-net-europabruecke/

Projektinhalt:

Das Projekt reagiert auf die Notwendigkeit die frisch revitalisierte Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki an das transeuropäische Radwegenetz anzuschließen. Von besonderer Bedeutung ist es, Lücken in der grenzüberschreitenden touristischen Radwegeinfrastruktur, die Orte von kultureller und natürlicher Bedeutung verbindet, zu schließen. Die transnationalen Fahrradrouten werden durch Sanierungen und Ergänzungen auf einen modernen und barrierefreien Standard gebracht. Die Verknüpfung neuer kultureller und touristischer Angebote soll zur allgemeinen Wirtschaftsentwicklung der Region beitragen. Gute Radwege bieten die Möglichkeit für die Naherholung der Bewohner sowie für längerfristigen Tourismus. Ein Ziel ist dabei auch die Förderung des sozialen und kulturellen Austausches im Grenzgebiet.  

Die Europabrücke Neurüdnitz-Siekierki ist die längste Brücke ihrer Art über die Oder und hat sowohl in historischer als auch in politischer Hinsicht symbolische Bedeutung. Sie liegt oberhalb der besonders wertvollen natürlichen Überschwemmungsgebiete der Oder im Landschaftsschutzpark Cedynia und ist ein Symbol der gemeinsamen europäischen Geschichte, der Natur und der Versöhnung zwischen Polen und Deutschland sowie eine Inspiration für die deutsch-polnische Zusammenarbeit für gegenwärtige und zukünftige Generationen. Das mit dem Projekt aufgewertete und ausgebaute Radwegenetz umfasst eine Reihe von transnationalen und überregionalen Radrouten. Dazu gehören auf der deutschen Seite der Oderbruchbahnradweg, Oder-Neiße-Radweg und Tour Brandenburg. Auf der polnischen Seite ist es der Radweg Westlicher Seenpfad, Radweg Grüne Oder, BlueVelo und die Ploniatal-Route. Transnational ist es die EuroVelo-Route EV2/R1 auch die Hauptstadt-Route genannt. Das Rückgrat des Netzes bildet die Verbindung zwischen dem Oderbruchbahnradweg und den Radweg Westlicher Seenpfad, die sanierte Europabrücke.

Der Radtourismus spielt in den deutschen und polnischen Reisegebieten eine tragende Rolle. Deshalb wurden zwar in den letzten Jahren beachtliche Investitionen in den Radwegebau getätigt, trotzdem verbleiben noch einige Abschnitte mit unzulänglicher Wegequalität, risikobehafteter Verkehrssicherheit und mangelhafter Ausschilderung. Mit dem Projekt geht man auf Defizite in der unzureichenden grenzüberschreitenden Bekanntheit des Natur- und Kulturerbes ein, sowie auf eine ungenügende grenzüberschreitende Besucherlenkung. Zu den Herausforderungen gehört auch die Entwicklung von gemeinsamen, grenzüberschreitend verknüpften Angeboten (Ausflugstipps, Radtouren, Sehenswürdigkeitsmappen, Servicemöglichkeiten etc.) zur besseren Ausschöpfung und Vermarktung der regionalen Potenziale. Das Projekt umfasst den Ausbau des Radwegenetzes auf einer Länge von insgesamt 10,07 km. Zu der Zielgruppe gehören: alle Bewohner und Bewohnerinnen des Landkreises Märkisch-Oderland und der Gemeinde Cedynia. Das sind Bürgerinnen und Bürger, Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende, Arbeitnehmer – ca. 270.000 Menschen; Gäste und Touristen die Gebiete der Partner besuchen – ca. 220.000 Menschen; Bürger und Bürgerinnen des Fördergebiets aller Altersklassen – ca. 2,9 Mio. Menschen.

Zu den innovativen Aspekten des Projektes gehört die Entwicklung eines EuroVelo-Networkings als Kontaktnetzwerk zur besseren grenzübergreifenden Kommunikation und Wissensaustausch.

Der vorgeschlagene Ansatz geht über die übliche Praxis hinaus indem hochmoderne E-Bike-Ladestationen mit neuartiger Ausstattung an abgestimmten Standorten installiert werden.

Aktuelle Aktivitäten:

2025-August: Unterzeichnung des Fördervertrages zwischen dem Leadpartner Landkreis Märkisch-Oderland und dem Ministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit Mecklenburg-Vorpommern als Verwaltungsbehörde des Kooperationsprogramms INTERRG VI A

2025-November: Vergabe der abschließenden Planungsleistungen der Sanierung des Oderbruchbahn-Radweges, Vorbereitung der Ausschreibung der Bauleistungen