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Kolonistendorf Neulietzegöricke

Fachwerk, Felder, Freiheit

Neulietzegöricke oder “Lietze” ,wie die Einheimischen sagen, steht mit seinen liebevoll rekonstruierten Fachwerkhäusern als Dorfanlage des ältesten Kolonistendorfes im Oderbruch von 1753 unter Denkmalschutz. Die Siedler, die vom preußischen König angeworben wurden, um das trockengelegte Bruch zu roden, urbar zu machen und dort Ortschaften und Bauernhöfe zu gründen, nannte man Kolonisten. Ein beschilderter Dorfrundgang erzählt von ihrem Leben und lohnt sich in jedem Fall. Im Zuge der Trockenlegung des Oderbruchs durch Friedrich den Großen wurde Neulietzegöricke als langgestrecktes Straßendorf angelegt. Mitten im Dorf, zwischen den beiden Dorfstraßen, wurde der sogenannte Schachtgraben (Wasserabzugsgraben) angelegt. Der Aushub wurde zur Erhöhung der Baustellen der Kolonistenhäuser verwendet.

Einmal im Jahr, im September, lädt das ganze Dorf zum Kolonistentag ein. Die regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen und Feste zeugen von einer intakten Dorfgemeinschaft und ziehen sowohl Einheimische als auch Touristen an. Ein Abstecher ins Kolonisten-Kaffee von Neulietzegöricke gilt als Geheimtipp.